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Kochfeldabzugssysteme: Die Vorteile für deine Küche

Du planst eine neue Küche oder denkst über ein Update nach – und willst, dass Kochdünste nicht bis ins Wohnzimmer ziehen, der Blick frei bleibt und die Technik zum Wohnkonzept passt? Dann lohnt sich ein genauer Blick auf das Kochfeldabzugssystem, auch Muldenlüfter oder Downdraft genannt. Wir zeigen dir aus unserer Praxis bei DELTA-MÖBEL, was ein Kochfeldabzugssystem ist, wie es funktioniert, welche Vorteile es gegenüber einer klassischen Dunstabzugshaube bietet und worauf du beim Einbau sowie beim täglichen Kochen achten solltest. Am Ende weißt du, ob diese Lösung zu deinem Grundriss – von der offenen Wohnküche bis zur kompakten Küchenzeile – wirklich passt.

Was ist ein Kochfeldabzugssystem?

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Ein Kochfeldabzugssystem ist ein Lüftungssystem, das direkt im Kochfeld oder unmittelbar daneben integriert ist. Statt Kochdünste oberhalb der Kochstelle einzufangen (wie bei einer Wandhaube, Inselhaube oder Deckenhaube), zieht der Muldenlüfter die Wrasen am Entstehungsort nach unten ab – also dort, wo Topf, Pfanne oder Bräter gerade arbeiten. 

In der Planung ist das besonders spannend, weil sich die Küche dadurch optisch deutlich ruhiger gestalten lässt. Gerade in offenen Grundrissen, in denen Küche, Essbereich und Loungezone ineinander übergehen, ist die Lüftung nicht mehr nur „Technik“, sondern ein Teil des Interior-Designs: Sichtachsen bleiben frei, eine Insel wirkt leichter, und die Küche fügt sich stärker wie ein Möbelstück in den Wohnraum ein. 

Aus unserer Beratungspraxis gilt: Ein Kochfeldabzugssystem ist kein Nischenprodukt mehr, sondern eine etablierte Option – vor allem für Kücheninseln, offene Wohnküchen und Designkonzepte, bei denen du bewusst auf eine „hängende“ Haube verzichten möchtest.

Wie funktioniert ein solches System?

Dass ein Kochfeldabzug funktioniert, ist keine Zauberei, sondern Physik: Kochdünste steigen vergleichsweise langsam auf. BORA beschreibt diesen Grundsatz sehr konkret: Dampf und Gerüche steigen mit maximal etwa 1 m/s nach oben, während ein Kochfeldabzug mit einer deutlich höheren Strömungsgeschwindigkeit (rund 4 m/s) arbeitet und die Wrasen dadurch gezielt „abfängt“, bevor sie sich im Raum verteilen können. 

Technisch betrachtet saugt das System die Kochdünste über eine zentrale Öffnung (oder zwei seitliche Einlässe) ab, führt sie durch Fettfilter (und bei Umluft zusätzlich durch Geruchsfilter/Aktivkohle) und leitet die Luft dann entweder:
  • als Abluft nach außen (über ein Kanal- oder Rohrsystem), oder
  • als Umluft gereinigt zurück in den Raum (über Filtertechnik, meist Aktivkohle). 
2019 BORA X Pure PUXU PUXA Evergreen RGB
Welche Variante sinnvoll ist, hängt stark von Gebäude, Grundriss, energetischem Konzept (Stichwort dichte Gebäudehülle) und deinen Möglichkeiten ab. In Mietwohnungen ist Umluft oft die pragmatische Lösung; im Neubau kann Abluft ideal sein, wenn sie sauber geplant wird. 

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Edmund Schwägele
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Welche Vorteile bietet ein Kochfeldabzugssystem?

Wir bei DELTA-MÖBEL erleben im Beratungsgespräch immer wieder, dass Kundinnen und Kunden Kochfeldabzüge nicht nur wegen der Technik wählen, sondern wegen der Kombination aus Wohnlichkeit, Funktion und Gestaltungsspielraum. Die wichtigsten Vorteile lassen sich in vier Praxisfeldern erklären.

Freier Blick und mehr Designruhe

Ein Kochfeldabzug schafft Platz im Sichtfeld. Gerade an der Kücheninsel bleibt der Raum frei, Licht kann besser wirken, und du musst keine Haube als dominantes Objekt in der Mitte des Raums akzeptieren. Das ist ein echtes Plus in offenen Wohnkonzepten – besonders dort, wo die Küche direkt in Esszimmer und Wohnzimmer übergeht. 

Besser fürs offene Wohnen – weniger „Küche im Sofa“

Offene Küchen funktionieren nur dann wirklich gut, wenn Kochdünste und Dampf nicht bis zur Polsterlandschaft wandern. Bau- und Wohnratgeber betonen genau das: Dampf und Gerüche sollten in offenen Küchen möglichst dort abziehen, wo sie entstehen – damit sie nicht ins Wohnzimmer bis zum Sofa vordringen. 
Ein Kochfeldabzug ist hierfür konzeptionell stark, weil er die Wrasen am Kochfeld einfängt, anstatt sie erst unter einer Haube „oben“ wieder einzusammeln.

Reinigung und Alltagstauglichkeit

Viele Systeme sind so konstruiert, dass grundlegende Bauteile wie Einströmdüse und Fettfilter einfach herausgenommen und – je nach Modell – in der Spülmaschine gereinigt werden können. 
Gerade wenn du oft kochst, ist das ein Komfortargument: Du musst nicht an eine hohe Haube heran, sondern arbeitest „von oben“ am Kochfeld.

Flexibilität bei Geräten und Systemwelten

Kochfeldabzüge gibt es heute in unterschiedlichen Systemwelten – vom klassischen Induktionskochfeld mit integriertem Abzug bis hin zu All-in-one-Lösungen. Elica zeigt das mit LHOV als integrierter Lösung, die sogar Dämpfe vom Kochfeld und zusätzlich vom Backofen absaugt. 
Für dich bedeutet das: Du kannst die Abzugslösung sehr gezielt an deine Küchenplanung koppeln – egal ob du eine puristische Insel, eine U-Küche oder eine kompakte Stadtwohnung planst.

Vergleich zur klassischen Dunstabzugshaube

Ob Kochfeldabzug oder klassische Dunstabzugshaube – beide Systeme können sehr gut funktionieren. Entscheidend ist, welches System besser zu deinem Raum passt.

Optik und Raumgefühl

  • Kochfeldabzug: minimalistisch, freier Blick, weniger „Technik im Raum“. 
  • Haube: sichtbar, kann als Designelement wirken (Statement-Haube), braucht aber Raum und beeinflusst Sichtachsen – gerade über Inseln.

Erfassung des Kochdunstes

Eine Haube funktioniert am besten, wenn Abstand und Position stimmen. Strömungstechnische Empfehlungen nennen bei vielen Kochfeldern 50–60 cm als idealen Abstand; bei Gas sind höhere Mindestabstände relevant. 
Ein Kochfeldabzug arbeitet hingegen direkt am Entstehungsort – ist dafür aber sensibler für Situationen, in denen Dampf schlagartig frei wird (z. B. wenn du einen Deckel abhebst und der erste Dampfschwall nach oben geht). Das ist kein Ausschlusskriterium, aber ein Bedienhinweis. 

Luftführung und bauliche Anforderungen

Abluft-Hauben brauchen eine Außenführung, Umluft-Hauben brauchen Aktivkohlefilter. Bei Kochfeldabzügen gilt dasselbe – nur sitzt das System im Unterschrank, was planerisch anders gelöst werden muss. 

Stauraum und Unterschrank

Hier ist die klassische Haube im Vorteil: Sie „klaut“ nicht den Unterschrankraum. Ein Kochfeldabzug benötigt je nach Bauart Platz unter dem Kochfeld – für Motor, Kanalführung und Filter. Entsprechend muss der Unterschrank klug geplant werden. 
Unser Fazit aus der Planungsrealität: Wenn du eine Insel möchtest, dein Raum offen ist oder du die Küche stärker wie ein Wohnmöbel ins Wohnzimmer integrieren willst, ist ein Kochfeldabzug häufig die überzeugendere Lösung. Wenn du maximale Stauraumpriorität im Unterschrank hast oder eine sehr traditionelle Optik bevorzugst, kann eine hochwertige Haube die bessere Wahl sein – vorausgesetzt, sie ist korrekt geplant und montiert.

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Was muss man beim Einbau beachten?

Der Einbau ist der Punkt, an dem ein Kochfeldabzugssystem gewinnt oder verliert. Wir empfehlen deshalb immer: Einbau nicht als Add-on, sondern als integralen Teil der Küchenplanung behandeln.

Umluft oder Abluft früh entscheiden

Abluft ist in der Regel sehr effektiv, braucht aber die baulichen Voraussetzungen. Umluft ist flexibler, erfordert dafür konsequente Filterstrategie (Aktivkohle) und ein sinnvolles Lüftungskonzept, damit Feuchtigkeit abgeführt wird. 

Platz im Unterschrank einplanen

Bei vielen Systemen ist ein Mindestmaß für den Unterschrank relevant – beispielsweise wird in Montageunterlagen für bestimmte Downdraft-Systeme ein Unterschrank mit mindestens 900 mm Breite genannt, teils inklusive Anforderungen an Sockelhöhe, Wartungszugänglichkeit oder Filterposition. 
Das bedeutet nicht, dass jedes System immer 90 cm braucht – aber: Platz- und Wartungsplanung sind Pflicht.

Wartung und Erreichbarkeit

Filter, Auffangwannen und Wartungselemente müssen erreichbar sein. Gute Systeme zeigen zudem an, wenn Filter gewechselt werden müssen. BORA nennt je nach Filtertyp Standzeiten zwischen 150 und 600 Betriebsstunden und weist darauf hin, dass Fettfilterteile spülmaschinengeeignet sein können, Aktivkohlefilter jedoch getauscht werden müssen. 

Zuluft, Sicherheit, Normlogik

Bei Abluftsystemen gilt grundsätzlich: Es muss ausreichend Zuluft vorhanden sein, damit der Luftaustausch funktioniert. Herstelleranleitungen weisen in diesem Kontext explizit auf ausreichende Zuluft bei Abluftbetrieb hin. 

Montagequalität zählt

Ein Kochfeldabzug sitzt in der Arbeitszone deiner Küche. Deshalb ist saubere Montage wichtig: Dichtigkeit, korrekte Luftwege, richtig eingesetzte Fettfilter (sonst kann sich Fettdunst im System ablagern), sichere Elektroanschlüsse. Selbst Bedienungsanleitungen warnen davor, das Gerät ohne eingesetzte Metallfettfilter zu betreiben und verweisen auf Brandgefahren beim Frittieren ohne Aufsicht. 
Aus unserer Sicht lohnt sich beim Einbau vor allem eines: eine Planung, die deine Küche als Gesamtbild denkt – inklusive Licht, Stauraum und Wohnbezug. Denn ein Kochfeldabzug ist technisch, aber er ist auch Gestaltung.

Was muss man beim Kochen beachten?

Ein Kochfeldabzug nimmt dir viel ab – aber er funktioniert am besten, wenn du ein paar Prinzipien beachtest. Das ist kein „Mehrarbeit“, sondern eher eine kleine Anpassung im Kochverhalten, die nach kurzer Zeit selbstverständlich wird.

Mit Deckeln bewusst arbeiten

Ein Deckel spart Energie – und er bündelt Dampf, der sonst schnell in den Raum wandern könnte. 
Beim Kochfeldabzug gilt zusätzlich: Hebst du einen Deckel abrupt ab, kann der erste Dampfschwall nach oben entweichen. Wenn du den Deckel leicht schräg anhebst oder kurz wartest, bis der Abzug den Dampf erfasst, bleibt die Luft oft spürbar angenehmer. 

Topfposition und Kochzone nutzen

Koche möglichst zentriert auf der Kochzone und nutze – wenn vorhanden – die Leistungseinstellungen des Abzugs passend zur Kochsituation (Anbraten, Kochen, Dämpfen). Je besser der Wrasen „geführt“ wird, desto effizienter ist die Erfassung.

Hohe Töpfe sind nicht automatisch ein Problem

Die Frage hören wir häufig: „Zieht der Abzug auch bei hohen Töpfen?“ Herstellerkommunikation beantwortet das grundsätzlich mit Ja – auch Dampf aus hohen Töpfen kann zuverlässig nach unten abgesaugt werden, wenn System und Anwendung stimmen. 
In der Praxis hilft zusätzlich: Deckel nutzen, Abzug frühzeitig zuschalten, und bei starkem Wasserdampf die Stufe anpassen.

Fett und Frittieren ernst nehmen

Frittieren ist eine besondere Belastung für jedes Lüftungssystem. Bedienungsanleitungen weisen deshalb auf Brandgefahr hin und darauf, dass mit Öl und Fett nur unter Aufsicht gearbeitet werden sollte – unabhängig davon, ob du Haube oder Kochfeldabzug nutzt. 
Für die Lebensdauer deines Systems ist zudem wichtig: Fettfilter korrekt einsetzen und regelmäßig reinigen.
Am Ende gilt: Ein Kochfeldabzugssystem ist kein empfindliches Hightech-Spielzeug, sondern ein solides Arbeitsgerät – wenn Einbau, Filterstrategie und Bedienung zusammenpassen.

Kochfeldabzugssysteme sind aus unserer Sicht eine der überzeugendsten Entwicklungen moderner Küchenplanung: Sie verbinden Designfreiheit, Wohnlichkeit und effektive Lüftung – besonders in offenen Grundrissen, in denen Kochdünste sonst schnell Richtung Sofa, Sessel oder Essplatz wandern. Gleichzeitig verlangen sie eine gute Planung im Unterschrank, eine klare Entscheidung zwischen Umluft und Abluft sowie ein paar alltagstaugliche Gewohnheiten beim Kochen. Wenn diese Punkte stimmen, bekommst du eine Küche, die technisch präzise funktioniert und sich trotzdem wie ein Teil deines Wohnraums anfühlt – vom Esszimmer bis zum Home-Office.

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